Gertraud 2007 077

Eine kurze Geschichte, denn der Olivenbaum ist eigentlich asiatischen Ursprungs, auch wenn er heute mit Griechenland und den Mittelmeerländern in direkte Verbindung gebracht wird:

Als die Götter des Olymps sich um die Vorherrschaft der Halbinsel Attika bewarben, traten die Göttin Athena und der Meeresgott Poseidon gegeneinander an. Poseidon liess auf einem Fels einen Salzquell entspringen und Athena pflanzte einen Olivenbaum. Die Götter, von der Vielseitigkeit und Schönheit des Olivenbaums bezaubert sprachen die Vorherrschaft der Göttin Athena zu. Damit war der Grundstein der Stadt Athen gelegt und die Verbreitung der Olive als Baum der Götter. Nicht nur die Olive als Frucht erfreute sich grosser Beliebtheit, auch das daraus gewonnene Olivenöl für Speisen und die Weiterverarbeitung des Öls zu Cremes, Seife und Badezusätzen wussten bald nicht nur die Götter zu schätzen. Hera becircte ihren Zeus indem sie sich mit Olivenöl eincremte. Und auch heute wird das Öl als Basis für viele Kosmetikartikel verwendet. Das Holz der vielseitigen Olive wird zu Haushaltsartikeln und Schmuckobjekten verarbeitet und auch Künstler arbeiten gern mit dem Olivenholz wegen seiner einmaligen Maserung. In den simpelsten Fällen kann es auch noch als Brennholz verwendet werden. Die Olivenblätter dienen den Ziegen und Schafen als Grünfutter, denn die Olive ist immergrün. Die einzelnen silbrig -grünen Blätter wurden im Winter am Silvesterabend ins Feuer geworfen und jedes Blatt stand für einen Wunsch und eine Fürbitte für das kommende Jahr.

 

moni 07 026
Gertraud 2007 147

Olivenbäume

altes Stadttor

um jeden Ort herum

Bäume

beeindruckend

verschiedenheit

Bewässerung

Symbiose

Blätter

Silbrig - grün schimmert das Laub der immergrünen Olivenbäume. Die Frucht ist erst grün, dann wird sie rötlich bis aubergine farben und zum Schluss schwarz. Diese Farben bezeichnen die unterschiedlichen Stadien der Reife einer Olive. Geerntet werden die ersten grünen Anfang Oktober. Sie werden mit dem Stein aufgeschlagen und dann ca. 14 Tage lang ins Wasser gelegt, das Wasser täglich erneuert , um so die Bitterstoffe zu entziehen. Dann kommen sie mit Zitronensäure und Gewürzen wie Fenchel und etwas Olivenöl in Gefässe und sind die ersten frischen Oliven für Salate und Mezes.

Mehr als eine Million Olivenbäume wachsen auf der Insel Thassos. In fast jedem Ort gibt es mindestens eine Olivenpresse, die in den Monaten November bis Januar die geernteten Oliven zum flüssigen Gold von Thassos, zum Olivenöl verarbeitet. Rund um die Uhr arbeiten die Betriebe, um die geernteten Oliven rasch zu verarbeiten. Die Ausbeute des Öls richtet sich nicht nur nach der Bewässerung. Hier links sieht man Bewässerungsschläuche. Früher wurden die Felder ca. einmal pro Monat geflutet. Heute gibt es gezieltere Bewässerungssysteme. Es gibt Olivenbäume die mehr als tausend Jahre alt sind. Die Stämme sind Altersmerkmale.